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   Gabon : LAB d'octobre 2006 en allemand

 Pour avoir toutes les nouvelles du Gabon

BRIEF AN  DIE FREUNDE UND WOHLTÄTER DER
MISSION ST. PIUS X. IN GABUN

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PAX

Libreville, am Sonntag, den 22 Oktober 2006

 

Liebe Freunde und Wohltäter,

Seit nunmehr zwei Jahren habe ich Ihnen, liebe Freunde und Wohltäter, nicht mehr geschrieben! Gewiss soll das nicht heißen, dass wir Sie vergessen haben, oder dass wir Ihrer Hilfe nicht mehr bedürfen – ganz im Gegenteil. Aber viele französischsprachige Wohltäter unseres Werkes erhalten jeden Monat unser Pfarrblatt, den „Saint Pie“, und sind dadurch am Laufenden, was sich in der Mission tut. Ihre Reaktionen und Ihre Anteilnahme, die Sie uns immer wieder bekunden, beweisen uns zur Genüge, dass Sie an der Mission reges Interesse haben.

In diesem Brief will ich Ihnen einige Neuigkeiten mitteilen, welche nicht unbedingt in unserem Pfarrblatt erscheinen, und zwar aus allen möglichen Gründen. Der Hauptgrund bleibt dabei, dass unser monatliches Blatt ganz einfach und bescheiden ein Werkzeug zur christlichen Bildung unserer Gläubigen und Jugendlichen in Gabun sein will und kein dauernder Hilferuf, auch wenn bestehen bleibt, dass es „ohne Geld keine Musik gibt“. Unser Kampf ist vor allem geistlich, gegen die Mächte des Bösen, denen Satan und die allseits verdorbene Welt stets neues Leben einflössen. Unser Kampf hat zum Ziel die Heiligkeit, die sich in unseren Seelen, Familien und sozialen Einrichtungen hienieden nur auf das soziale Königtum Jesu Christi gründen kann. Er hat Himmel und Erde erschaffen und durch Sein kostbares Blut auf dem Kalvarienberg erlöst, und dieses Erlösungswerk setzen wir durch das Heilige Opfer fort, welches wir jeden Tag auf unseren Altären erneuern.

Oktober ist natürlich der Rosenkranzmonat und ebenso auch der Monat des Christkönigs. Gleichermaßen ist er der Monat der heiligen Engel. Alle zusammen, die Heiligen, die Engel und die Gottesmutter, bilden den unvergleichlichen himmlischen Hof des Christkönigs. Die allerseligste Jungfrau Maria steht über allen anderen Engeln und Heiligen aufgrund ihres Personalcharakters, der im Vorzug der Unbefleckten Empfängnis ausgedrückt ist. Dieses Privileg verleiht ihr die Gnade, Königin der Engel und aller Heiligen zu sein, weil sie von Ewigkeit her von Gott erwählt ist, die Mutter des Christkönigs zu sein.

Deshalb ist unser Ringen um die Heiligkeit das Ringen um das Königtum Christi auf allen Ebenen. Deshalb hat auch das Generalkapitel der Priesterbruderschaft St. Pius X. im vergangenen Juli das Gebet und das Opfer von einer Million Rosenkränzen gewollt. Diese sollen der Rosenkranzkönigin aufgeopfert werden als der Siegerin in allen großen Schlachten der Kirche und für die Kirche. Eine Million Rosenkränze für das Königtum unseres Erlösers durch das Messopfer aller Zeiten – damit die so genannte Messe des hl. Pius V. wiederum überall triumphiere, nicht nur in den Kapellen der Bruderschaft oder einiger privilegierter Gemeinschaften, sondern so wie es früher überall, auf allen Altären, in allen Kirchen und Kapellen der ganzen Welt gefeiert wurde. Wie herrlich waren doch diese Zeiten, wo es keine „Neue“ Messe und kein Zweites Vatikanisches Konzil gegeben hat mit dem Einbruch des katholischen Glaubens, der sich unseren Augen darbietet. Beten wir, kämpfen wir, und Gott wird uns den Sieg verleihen!

Der Monat Oktober ist für uns in der Mission St. Pius X. auch der Beginn des Religionsunterrichts. Pater Nicolas Bély ist dafür zuständig, und er hat unter seinen Fittichen gegen 600 Personen, darunter 120 Erwachsene. Sie bereiten sich in diesem Jahr wiederum auf den Empfang der vers-chiedenen Sakramente vor – Taufe, Firmung, Erstkommunion. Wir verlangen drei Jahre Vorbereitung auf die heilige Taufe, ebenso drei Jahre für Getaufte, die noch nie Katechis-musunterricht gehabt haben und um die Firmung oder die Hl. Kommunion bitten. Für jene die wollen, bieten wir bis zu sechs Jahrgänge Unterricht neben den drei Jahren, welche auf das christliche Leben vorbereiten, an, so dass Vertiefung des religiösen Wissens und Beharrlichkeit erlangt werden können. Unsere Zeit, die von allen möglichen falschen Religionen und Sekten irregeleitet wird, verlangt von den Gläubigen eine vertiefte Ausbildung im Vergleich zu früher. Unsere gläubigen Schüler in der Mission sind sich dessen sehr wohl bewusst, denn sie sehen, wie ihre Familien auseinander gerissen sind, weil der eine dahin, der andere dorthin „zum Beten“ geht. Viele wissen nicht mehr, wo die Wahrheit und die wahre Kirche Christi zu finden sind. Was wir hier in Gabun erleben, gilt ebenso für das ganze übrige Afrika. All diese falschen Religionen, all diese falschen Kirchen sind die bitteren Früchte der Religionsfreiheit. Dieses schwere Gift ist von den freimaurerischen Logen ausgestreut worden und vergiftet die ganze Christenheit. Seit das II. Vatikanum dieses falsche Prinzip angenommen hat, begeht die Kirche eine Art Selbstmord und geht einem sicheren Tod entgegen. Es geht deshalb darum, diesen falschen Grundsatz aufzugeben, damit die Kirche Christi ihren Vorzug wieder findet, dass sie nämlich die einzig wahre und die einzige von Christus gestiftete Kirche ist, die Quelle des ewigen Lebens, außerhalb derer und ohne die niemand auf Rettung hoffen kann. Der Tag kommt gewiss, an dem die Obrigkeit in Rom dies zum Heil vieler unsterblicher Seelen verstehen wird.

So wie jedes Jahr haben auch heuer am 13. Oktober, dem Jahrestag des großen Sonnenwunders, zahl-reiche Gläubige an der Fatimaprozession von der Schule zur Mission teilgenommen. Knapp eintausend Personen haben sich um den Altar geschart, um der von Pater Gregory gesun-genen Messe beizu-wohnen. Pater Hugues Bergez, der vor kurzem zu uns gestoßen ist, hat dabei in einer mitreißenden Predigt die Notwendigkeit des Gebetes zur Allerseligsten Jungfrau Maria hervorgehoben, damit ihr Unbeflecktes Herz über alle modernen Häresien in der heiligen Kirche Gottes siege. Aber es genügt nicht, schöne Gebete herzusagen; vielmehr muss unser Verhalten im Alltag von unserer katholischen Haltung Zeugnis ablegen, bis hin zu unserer Kleidung.

Ich habe soeben Pater Gregory erwähnt, und Sie werden sich zu Recht fragen, wer das ist? Dieser Pater ist ein aus Nigeria stammender, vor gut sieben Jahren im Augustinerorden geweih-ter Priester. Dieser Ordensmann hat uns kennen gelernt, indem er mit der Petrusbruderschaft, welche seit einigen Jahren in Nigeria eine Niederlassung hat, Kontakt aufgenommen hat. Wie auch andernorts haben die Priester der Petrusbruderschaft dort weder hinsichtlich der Predigt noch der Sakramentenspendung wirklich freie Hand. Der gute Pater Gregory fand dies nicht normal für einen Priester und eröffnete sich darüber dem Pater der Petrusbruderschaft. Hierauf hielt er einen Vortrag über die „Neue Messe“, was weder den Obrigkeiten noch dem genannten Mitbruder passte, und so wurde er gebeten, seinen Aufenthaltsort zu wechseln und sich in seine Familie zurückzuziehen. So kam es, dass er Kaplan einer kleinen marianischen Gruppe wurde, welche in Lagos, der Hauptstadt Nigerias, treu zur wahren Hl. Messe steht. In der Folge hat er mit Bischof Fellay in Men-zingen Kontakt aufgenommen, und dieser hat ihm geraten, zu uns nach Gabun zu kommen. Hier hat Pater Gregory  nun vor über einem Jahr eine normale priesterliche Lebensweise gefunden, so wie man es sich für katholische Priester vorstellt. Er hat seither gelernt, die Hl. Messe besser zu feiern, denn bei den „Petrusbrüdern“ wird nicht ganz so wie bei uns zelebriert. Da er von Haus aus Englisch spricht, hat er hier Französisch lernen müssen; er ist zwar darin kein Fachmann geworden, aber wie man hier so sagt: „Er frettet sich durch.“ Er hat sogar das eine oder andere Mal gepredigt mit einem unaussprechlichen Akzent. Dies alles beweist einen großen Mut auf seiner Seite, denn wie P. Gregory selber sagt, hat er sein ganzes Leben umstellen müssen; das priesterliche Leben, welches er bei uns führt, ist völlig anders als seine frühere Existenz. Jetzt lebt er wirklich als Priester. An diesem jungen und eifrigen Priester haben wir ein konkretes Beispiel für das, was wir seit Jahrzehnten – seit dem II. Vatikanum – sagen: Die Modernisten haben das Priestertum verändert, so wie sie die Messe umgeändert haben. Sie haben ein entheiligtes Laienpriestertum gewollt für eine Messe „andersherum“, ohne übernatürlichen Charakter, einen faden Schimmer des protestantischen Abendmahls. Kein Wunder, wenn es um die Welt so schlecht steht!

Unsere Vorhaben?

Das große Projekt, das sich mit kleinen Schritten entwickelt, ist die künftige Internatsschule für Jungen. Der Staat Gabun hat uns ein Grundstück überlassen, das gut zehn Hektar groß ist. Es befindet sich neben dem Dorf Andem, 65 Strassenkilometer von Libreville entfernt. Dieses Dorf besitzt einen Bahnhof der Transgabunesischen Eisenbahn, welche den Regenwald dieses Landes von einem Ende bis zum anderen durchquert. Sie dient hauptsächlich dem Transport von Mangan, das in Moanda, in der Nähe von Franceville im Südosten des Landes abgebaut wird. Gabun ist der drittgrößte Manganproduzent weltweit mit der besten Qualität.

Unser Gelände liegt an der Bundesstrasse 1. Es besteht hauptsächlich aus Wald, jedoch mit einem großen Plus, nämlich einem schönen breiten Bach mit klarem Wasser! Das Grundstück heißt „St. Josephs-Gut“. Unter der genauen Anleitung von Pater Patrick Duverger und den kundigen Augen von Pater Arnold Trauner wird Schritt für Schritt das Gelände gesäubert. Zuerst wurden mit Buschmessern die oft meterhohen Grünpflanzen abgeschlagen, wofür Männer aus dem Dorf angeheuert wurden, sodann hat Pater Olivier Rioult angefangen, mit der Motorsäge die mittleren und kleinen Bäume umzuschneiden. Für große Bäume wenden wir uns an Profis.

Jeden Samstag begibt sich frühmorgens eine kleine Expedition von mehreren Männern von Libreville dorthin, um die Nutzbarmachung und die Befahrbarkeit des Geländes voranzutreiben. Bald – aber wann genau? – soll das Internat für die Jugend von morgen seine Pforten öffnen. Ein Freund und Gläubiger aus Frankreich hat uns als Hilfe für dieses gewaltige Unternehmen einen zehn Tonnen schweren Lastwagen der Marke Mercedes sowie einen Traktor Massey Ferguson geschenkt. Sie müssten sehen, wie Pater Arnold mit diesen Maschinen umgeht, denn er hat als Einziger den Führerschein dafür. Viele bestaunen und beneiden ihn. Sicher denken Sie, dass es besser wäre, wenn wir einen Chauffeur dafür hätten… Gewiss, aber das kostet eine Stange Geld!

Wissen Sie, liebe Freunde und Wohltäter, wie schnell am Äquator mit seinen Regenfällen und der Hitze alles Grünzeug wächst? Eine Bananenstaude, die Sie heute umschneiden, ist zwei Wochen später schon wieder 40 cm hoch. Man muss es mit eigenen Augen gesehen haben, um es glauben zu können. Um den Baugrund vorzubereiten, müsste man mit Schubraupe und Bagger arbeiten, aber dies kostet natürlich sehr viel. Der Kostenvoranschlag für einen Schotterweg, sechs Meter breit und knapp einen Kilometer lang, welcher das gesamte Gelände für Fahrzeuge zugänglich machen würde, beträgt etwa 31.000 €, welche wir so bald als möglich auftreiben müssen, damit wir den künftigen Baugrund erschließen und mit dem Fundament für die künftigen Bauten beginnen können. Abholzen, den Strom von der Bundesstrasse her zuleiten, das Wasser vom Bach her zu einem Behälter leiten, der noch zu bauen ist, ein Haus für einen Wächter bauen und den Weg öffnen, das sind die vorrangigen Arbeiten, für die wir um Ihre großzügige Hilfe bitten.

Das „Pfarrhaus“ St. Jakob in Four Place, das mittlerweile fertig gestellt ist, hat im vergangenen Juli zum ersten Mal dem Mädchenlager Herberge geboten. Unter der Leitung unserer Schwestern der Bruderschaft und von Pater Jean Baptiste Frament haben die etwa zwanzig Teilnehmerinnen zwei Wochen lang in diesem angenehmen, wenn auch etwas engen Rahmen Abwechslung vom Leben in der Stadt finden können. Es fehlt noch ein weiterer Flü-gel mit einem Schlafraum und einem Speise-saal. Denn im Juli, in der Tro-ckenzeit, kann man draußen essen, spielen und sich vergnügen, aber in der Regenzeit ist das nicht möglich. Der einzige Verdruss dieses Jahr war, dass der Wasservorrat in der 40 m³ fassenden Zisterne (wo das Regenwasser von den Dächern gesammelt wird) gleich null war, da die Zisterne erst ganz am Ende der Regenzeit fertig gestellt worden war. Ein echter Fehlschlag… Das Ferienlager hätte deshalb beinahe abgesagt werden müssen. Nächstes Jahr sollte aber alles gut gehen.

Die Jungen vom Eucharistischen Kinderkreuzzug haben zwei Wochen mit Pater Paterne Longuelet und Bruder Antoine in dem großen Haus in Meba verbracht, welches uns alljährlich eine Familie von Gläubigen der Mission großzügig zur Verfügung stellt. Hierauf haben zwei ignatianische Exerzitienkurse ebendort stattgefunden, zuerst für 25 Damen, sodann für 23 Männer. Unglaublich, wie diese Exerzitien als Gnadenkanäle wirken. Jedes Mal erleben wir von neuem wahrhaft wunderbare Bekehrungen. Eine mehr als ermutigende Erfahrung.

  Liebe Freunde und Wohltäter der Mission St. Pius X. in Gabun, wie viel mehr Neuigkeiten könnten wir Ihnen erzählen, aber auch wie viele andere Geldnöte hätten wir Ihnen zu klagen. So sollten wir zum Beispiel einen neuen Photokopierapparat an-schaffen. Wenn er nicht gerade kaputt ist – was immer öfter vorkommt – druckt er den „Saint Pie“, aber ebenso die Blätter für den Religionsunterricht, welche wir jede Woche zwei Mal verteilen. Angesichts der großen Anzahl an Kopien wollen wir eher eine kleine Druckmaschine für Format A3 als einen Photokopierer anschaffen, doch diese kostet in Gabun etwa 11.000 €. Nicht gerade ein Pappenstiel, werden Sie sagen. Das stimmt; und doch haben wir Vertrauen zum Hl. Josef, der uns noch nie im Stich gelassen hat. Mit dieser Zuversicht wende ich mich auch dieses Mal ohne Zögern an Sie.

Wie sollen wir Ihnen danken, liebe Freunde und Wohltäter, für Ihre Großzügigkeit in der Vergangenheit und auch in der Zukunft? Mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ natürlich, aber auch dadurch, dass wir Sie mit der heiligen Hostie aufopfern, welche wir beim täglichen Messopfer dem Ewigen Vater bei der Wandlung darbieten, damit der Gute Heiland Seinen Vater bittet, Ihnen jene Gnaden zu schenken, deren Sie und die Ihren bedürfen.

Schließlich erteile ich Ihnen an diesem Missionssonntag meinen Segen als Missionar.

Pater Patrick GROCHE
Oberer der Mission St. Pius X.

 

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In Australia & New Zealand:

Mission St. Pius X – GABON

Post Office Box 25
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AUSTRALIA

In U.K. :

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Saint George’s House
125 Arthur Rd, Wimbledon Park
GB  -  London  -  SW19 7DR

 

In the U.S.A.:

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2201 Canyon Drive
COEUR D'ALENE ID 83815-9074, U.S.A.
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Mission St. Pius X, Quartier La Peyrie, B.P. 3870, LIBREVILLE - GABON (AFRICA)